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Verein

1971-19891971-1989Der Sport-Fischerei-Verein Seßlach hat sich im Jahr 1971 gegründet. Die erste Vorstandschaft wurde am 15.1.1971 gewählt. Ihr gehörten folgende Mitglieder an:
1. Vorsitzender: Otwin Hums; 2. Vorsitzender: Kurt Schramm; Schriftführer: Karl Dischereit; Kassierer: Josef Mages; Gewässerwart: Leonhard Spiegel.
Als es noch kein Vereinsheim gab, war das Gasthaus „Roter Ochse“ das Stammlokal des Vereins.
Im Tanzsaal, im Obergeschoss der Gastwirtschaft „Roter Ochse“ fanden die Mitgliederversammlungen statt. Die ersten Fischwasserrechte konnten im Jahr 1971 angepachtet werden, dies war ein Stück der Rodach vom „Hattersdorfer- Wehr“ bis unterhalb der Ortschaft „Schloß Wiesen“. In den nachfolgenden Jahren konnten weitere Fischereirechte an der Rodach, der Itz und der Helling angepachtet werden, die auch heute noch vom Verein bewirtschaftet und betreut werden. Heute hat das angepachtete Fischereirecht an der Rodach eine Länge von 8,2 Kilometern. Beim früheren „Preisangeln“ wurden die Fische auf dem Maximiliansplatz vor der Gastwirtschaft verwogen. Es gab immer viele Zuschauer, nicht zuletzt deshalb, weil man gerne einen der gefangenen Fische für den eigenen Kochtopf ergattern wollte. Nach der Verleihung der Königswürde, wurden die Fische in der Gastwirtschaft „zu Tode“ getrunken.
Am 3.5.1976 wurde im „Roten Ochsen“ beschlossen, dass Gelände der ehemaligen „Aumühle“, zwischen Hattersdorf und Dietersdorf gelegen, anzukaufen und dort aus dem noch vorhandenen, ehemaligen Schweinestall, ein Vereinheim zu schaffen. Nur das Dach, des vom Brand heilgebliebenen Schweinestalls, ragte aus dem Bauschutt und  dem vom Unkraut überwucherten Grundstück heraus. Jede freie Stunde wurde von den Mitgliedern genutzt, um aus dem Schweinestall ein Vereinheim mit einer kleinen Küche  zu schaffen, dass künftig als Vereinsdomizil dienen sollte. Am 20.9.1976 wurde beschlossen, dass Vereinsheim zu erweitern. Toiletten, Kühlraum und Versorgungsraum  sollten geschaffen werden und eine ordentliche Abwasserbeseitigung erstellt werden. Nach einigem hin und her hat das Bauamt den Bauplan genehmigt und die Umsetzung des Vorhabens konnte von den Vereinsmitgliedern durchgeführt werden. Am 14.11.1976 konnte, nachdem die Erweiterung abgeschlossen war, die erste Vorstandssitzung im Vereinsheim abgehalten werden. Da die Gastwirtschaft „Roter Ochse“ zwischenzeitlich geschlossen wurde, mussten die Mitgliederversammlungen auf „Schloß Geyersberg“ verlegt werden. In der Mitgliederversammlung am 29.1.1989 wurde 1989-20101989-2010Berthold Borczyk zum 1. Vorsitzenden gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende Otwin Hums, nach 18 Jahren Amtszeit, sich nicht mehr für den Vorsitz zur Verfügung stellte. Er übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden, Schriftführer wurde Matthias Bauer, Kassierer Adam Leber und Gewässerwart Klaus Marten. Im Jahr 1992 gelang es dem Verein einen Baggersee im Maingebiet bei Unteroberndorf mit einer Fläche von ca.18 Hektar anzupachten. Damit ging ein lang gehegter Wunsch vieler Vereinsmitglieder in Erfüllung. Auf einem Teil des Vereinsgrundstückes wurde im Jahr 1997 durch den Landschaftspflegeverband, in welchem der Verein Mitglied ist, eine Streuobstwiese angelegt. Auch um das Vereinsheim wurden von den Mitgliedern diverse Obstbäume angepflanzt.
Ein großes Problem ergab sich im Laufe der Zeit bei der Versorgung des Vereinsheimes mit Trinkwasser. Die Belastungen des Wassers aus  dem eigenen Brunnen mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln nahmen stetig zu. Mit dem Bau einer 820 Meter langen Wasserleitung und dem Anschluss an das öffentliche Wasserversorgungsnetz der Stadt Seßlach, konnte das Problem gelöst werden. Im Oktober 1999 wurde die Küche im Vereinsheim komplett erneuert und so die gesetzlichen Vorgaben, die der Gastronomiebetrieb erforderlich machte, erfüllt. Im Laufe der Jahre wurde das Vereinsheim und die dazugehörige Fläche, immerhin sind das 1,1 Hektar, durch diverse Maßnahmen verbessert und verschönert, sodass heute ein sehr schmuckes Areal entstanden ist. Im Jahr 2001 konnte eine Fischwanderhilfe am „Seßlacher Wehr“, in Betrieb genommen werden, sodass hier der freie Zug der Fische nicht mehr behindert wird. Am 3.1.2003 wurde unser Vereinsheim von einem Hochwasser der Rodach bedroht, wie wir es bis dato noch nicht erlebt hatten. Fleißige Helfer, denen an dieser Stelle noch einmal gedankt sei, waren notwendig, um das Wasser vom  Vereinsheim fernzuhalten und Schaden zu vermeiden.
Auf unserem Areal befindet sich auch ein altes Feldkreuz, dessen Korpus, nach mehreren Sanierungsarbeiten, nicht mehr zu retten war. Der Verein ließ deshalb im Jahr 2009, von dem Seßlacher Holzbildhauer Wolfgang Schott, einen neuen Korpus für das Kreuz anfertigen.
In der Mitgliederversammlung am 21.2.2010 im Sportheim in Dietersdorf, verabschiedete sich Berthold Borczyk, nach 21 Jahren vom Amt des 1. Vorsitzenden. Eine erfolgreiche Ära in der Geschichte des Vereins, die durch den Vorsitzenden geprägt wurde, letztlich aber nur  möglich war, weil Vorstandschaft und Mitglieder, die eingeschlagenen Wege mitgegangen sind. Zum 1.3.2010 hat seit 2010seit 2010nun Hubertus Finzel, nach seiner Wahl in der Mitgliederversammlung am 21.2.2010, das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen. Der 2. Vorsitzende Stefan Pachsteffl, Kassierer Bernd Rathgeber, Schriftführer Bernd Spiegel und Gewässerwart Siegfried Druckenbrod und die Mitglieder des Beirates werden seine Arbeit unterstützen und so wird der Verein weiterhin in der Spur des vorangegangenen Erfolges fahren können. Ende des Jahres 2010 konnte unser Verein die Helling bis zur Einmündung in die Kreck erweitern, und mit einem Flußabschnitt der Kreck, die Angelgewässer aufwerten. Im Februar  2011 wurde der Aumühlteich neu saniert und der Schlamm der sich über die Jahre ansammelte wurde ausgebaggert. Nach ca. 600-700 m³ Schlamm die abtransportiert wurden, erreichte der Teich wieder eine Tiefe von etwa 2 Meter.
Ab dem Jahresbeginn 2016  konnte der SFV Seßlach  die  restliche Gewässerstrecke der Rodach und Kreck, durchgehend  bis zur ehemaligen Landesgrenze  nach Thüringen in die Vereinsgewässer  mit aufnehmen